Kein Pressefoto

Animal Farm der Demokratie

Das ueTheater adaptiert Orwells Stück für ein Lehrstück über Demokratie

Blindwütige Horden marodieren in den Straßen und zeigen ungeniert den Hitlergruß. Sie fordern eine „Alternative“ für Deutschland und meinen damit: Härte statt Sozialstaat, Rassismus statt Zivilisation, Führerprinzp statt Demokratie.

Andere verzweifeln an der Demokratie, weil sie Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt, Wohnraum unbezahlbar macht, Abgasverbrecher schützt und Wälder für den Klimakiller Kohle roden lässt.

Die Demokratie scheint immer weniger Freunde zu haben.

Warum ist das so? Theoretisch geht alle Staatsgewalt vom Volke aus, so steht es im Grundgesetz. Aber können die Bürger*innen wirklich mitentscheiden? Alle vier Jahre dürfen sie ein paar Gesichter austauschen. Ist das schon Demokratie?

Georg Orwell hat in genialer Weise die Pervertierung der sozialistischen Idee nachgezeichnet. In seinem neuen Stück „Animal Farm der Demokratie“ erforscht das ueTheater nun die demokratische Idee auf dem Bauernhof der Tiere. Wie kam es zur allgemeinen Unzufriedenheit mit unserem aktuellen, politischen System? Liegt das an zuviel oder nicht doch eher an zuwenig Demokratie? Was müsste getan werden, um von einer echten Demokratie sprechen zu können?

Aufführungen:
08./09./10./11. Dezember 2018 - 19:30 Uhr

Ort:
Elly Maldaque Theater an der Uni Regensburg, Albertus-Magnus-Str. 4, 93053 Regensburg

> Mitmachen
> Karten


* Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz verabschiedete eine Richtlinie, die dem ueTheater verbietet, auf Werbemitteln den Spielort zum Gedenken an das wohl erste Naziopfer Regensburgs weiterhin "Elly Maldaque Theater an der Uni" zu nennen. Stattdessen muss es heißen "Theater an der Uni". Bei Zuwiderhandlung droht dem ueTheater ein faktisches Auftrittsverbot durch einen für eine studentische Laiengruppe unbezahlbaren Gebührenaufschlag von mehreren tausend Euro. Daher hat das ueTheater beschlossen, zukünftig auf Werbemittel zu verzichten. Wir sind allein auf Mundpropaganda und die Hilfe von Unterstützer*innen angewiesen.


Unterstützer*innen

Unterstützer*innen haben dankenswerterweise Plakate und Flyer für uns herausgegeben. In unserem Blog dokumentieren wir das Plakat-Motiv und veröffentlichen den Text, den unser Unterstützer Walter Hoffmann für den Flyer geschrieben hat.

Wir freuen uns sehr über jede*n weitere*n Unterstützer*in. Bitte schreiben Sie eine kurze Email an: kontakt@uetheater.de

Gruppen und Organisationen

bfg Bund für Geistesfreiheit Regensburg
Ruam Rockkabarett Ruam
solid Linksjugend ['solid] Regensburg

Einzelpersonen

Walter Hoffman, Erwin Schmid, Claus Hofmann, Bärbel Schwaiger, Hans Schamm, Anna Mücke, Johannes May, Melody Bayer, Gotthold Streitberger, Franz Huber, Julia Schönhärl, Gerhard Winkler, Iris Hüttinger, Lena Genniges, Dagmar Ketterl, Josef Bumeder, Nicole Aner, Gubi Rieder, Lisa Kohlhas, Christine Gruber, Anton Vogl, Marianna Haas, Clara Bigel, Ludwig Brunner, Roman Dörner, Katharina Low, Karin Prätori, Robert Mayer, Bettina Trampusch, Julian Wagner, Roman Bucher, Christian Bumes, Imno Huber, Raffael Weber, Lisa Wanninger, Joni Dertner, Franz Werner, Adrian Friedsam, Janett Taubenhansl

Statements

  • Ruam und die staaden Ruam:
    Wir, das Rockkabarett Ruam und die staaden Ruam unterstützen die Forderungen des ueTheaters:
    - die Umbenennung des UniTheaters zum Elly Maldaque Theater
    - das Nutzungsrecht des ueTheaters zu bezahlbaren Mieten.
    Gründe:
    - Elly Maldaque war Opfer der Nazis und wurde in der "Irrenanstalt" ermordet. Das heutige Bezirksklinikum ist Teil der Universität. Dem Theater an der Uni einen würdigen Namen zu geben ist mehr als angemessen.
    - es kann nicht sein, dass ehrenamtliche Kulturgruppen (Theater, Musik) an das Studentenwerk für die Nutzung der Theaterräume wie kommerzielle Veranstalter behandelt werden. Und das nur, weil das ueTheater den Namen Elly Maldaque Theater an der Uni verwendet.
    Mit dieser Maßnahme versucht man Kultur, die nicht dem Mainstream untergeordnet werden will, mundtot zu machen.
    Wir fordern auch andere Kulturschaffende auf. Helft dem ueTheater!
  • Erwin Schmid (Bund für Geistesfreiheit Regensburg und Bayern):
    Elly Maldaque ist eine freigeistige Frau gewesen. Sie ließ sich in keinen Rahmen pressen. Sie hat selbst nachgedacht und hat auch tatkräftig an einer Verbesserung der schlechten Lebensbedingungen mitgewirkt.
    Elly Maldaque ist ein toller Name für das Theater!
  • Gotthold Streitberger (Mitglied u.a. in BI Asyl und GEW):
    Das ueTheater hat sich mit seinen (bescheidenen) Möglichkeiten seit 15 Jahren als bedeutender Teil der Regensburger alternativen Kulturszene etabliert. Seine Aufführungen überraschen immer wieder aufs Neue und stoßen zum Denken und Handeln an. Dafür gebührt dem ueTheater Dank, Hochachtung, Respekt und Unterstützung!
    Das Studentenwerk agiert gegenteilig und versucht nun sogar das ueTheater unter dem Vorwand der Auseinandersetzung um den Namen Elly Maldaque in den Ruin zu treiben. Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Ich fordere und erwarte, dass das Studentenwerk seine Forderung von 5000.-€ (statt erwarteter ca. 200.-€) zurücknimmt und wie bisher vom uetheater und anderen nichtkommerziellen studentischen Theatergruppen 15% der Eintrittsgelder verlangt.
    Ich danke für die ausführliche Stellungnahme zum Thema von Walter Hoffmann/Bund für Geistesfreiheit https://www.uetheater.de/blog/das-uetheater-ist-in-gefahr.html
    Gotthold Streitberger, Mitglied u.a. in BI Asyl und GEW
  • Julia Schönhärl
    Seit Jahren verfolge ich die Arbeit des ueTheaters uns schätze die Arbeit ungemein. Fast alle Aufführungen habe ich besucht und bin begeistert von der Themenauswahl und -aufbereitung. Mal wirklich eine Theatergruppe, die sich traut, kritisch auf die gesellschaftliche Entwicklung zu blicken und auch sog. "no-go" Themen aufzubereiten! Gratulation! Ich wünsche mir daher ein "Weiter so" und kann die Universität als idealen Standort in meinen Augen und alle aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger nur ermutigen, die Akteur*innen des ueTheaters in Regensburg zu unterstützen. Es wäre ein großer Verlust für unsere Stadt, diese Gruppe zu verlieren!
  • Marianna Haas
    In einer Zeit, in der es wieder salonfähig wird gegen Menschen mit anderem Glauben, anderer Hautfarbe oder anderer Herkunft zu hetzen, in der arme, sozial schwache, behinderte oder hilfsbedürftige Menschen an den Rand gedrängt und ausgemustert werden, in der Menschen, die trotz Vollarbeit gerade noch überleben, aber nicht leben können, in der es kaum noch bezahlbaren Wohnraum gibt und man auf Stimmenfang bei Wahlen geht, indem man Ängste schürt und Sündenböcke kreiert, von denen man annimmt, dass die sich nicht wehren können, in so einer zeit braucht es dringend kritisches Theater! Theater, das den Finger in Wunden legt und auf Missstände zeigt!
    Das ueTheater ist eine gesellschaftskritische, studentische Theatergruppe, die sich seit über 15 Jahren intensiv für Menschenrechte und Demokratie einsetzt, es darf nicht durch Willkür in den Ruin getrieben werden! Hier geht es nicht um sachliche Gründe, sondern darum Macht auszuüben. Dies ist jedoch Machtmissbrauch und einer Bildungseinrichtung, aus der verantwortungsvolle, kritische und aufrechte Studenten hervorgehen sollen nicht würdig! Natürlich unterstütze ich das ueTheater! Ich habe hier auch schon mit großer Freude mitgewirkt, weiß also ganz genau, wen und was ich damit unterstütze!