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Offener Widerspruch

28. November 2016

Pressemitteilung 28.11.2016

ueTheater fordert Mediation gegen Mobbing am Studentenwerk

Kulturgruppe übt grundsätzliche Kritik an der „Kulturförderung″ des Studentenwerks Ndb/Opf

Hintergrund

Wie bereits im Juni gemeldet, könnten die Tage des studentischen Ensembles „ueTheater″ an der Uni Regensburg gezählt sein. Denn mit immer unfeineren Mitteln versucht die „Kulturförderung″ des Studentenwerks Ndb/Opf das kritische Engagement der Gruppe zu unterbinden. Vor allem geht es um den Einsatz des Ensembles für die Benennung des Theatersaals im Studentenhaus nach der berühmten Regensburger Lehrerin und Symbolfigur Elly Maldaque.

Sollte das ueTheater in Zukunft nicht das vom Studentenwerk vorgegebene Logo „Theater an der Uni″ benutzen, droht es „die Förderung in Form der Bereitstellung des Theaters und der Proberäume künftig nicht mehr zu leisten″, wie es in einer der vielen Richtlinien heißt.

Und dies, obwohl Geschäftsführerin Gerlinde Frammelsberger immer wieder betont, für die Namensvergabe gar nicht zuständig zu sein! Zuständig sei die Universität, die allerdings den Namen auf „Studententheater″ festgelegt hat. Der Name „Theater an der Uni″ dagegen stammt vom Studentenwerk.

Offene Beschwerde

Ein unfeines Mittel der letzen Zeit war die Diskriminierung des ueTheaters bei einer Terminvergabe mit einer durch das Studentenwerk nachträglich aufgestellten Regel. Da dieses Verhalten gegen den fundamentalen Rechtsgrundsatz „Keine Strafe ohne Gesetz″ verstößt, der sogar in den Europäischen Menschenrechten festgeschrieben ist, reichte das ueTheater bei verschiedenen Stellen Beschwerde ein.

Der Verwaltungsrat der Universität, das Deutsche Studentenwerk, sowie das Unternehmen CERT iQ, welches das Studentenwerk zertifiziert hatte, erklärten sich für nicht zuständig.

Lediglich das Kultusministerium antwortete, indem es kritiklos die Position des Studentenwerks einnahm. Das Kultusministerium deckt also den offensichtlichen Rechtsverstoß des Studentenwerks.

Offener Widerspruch

In einem „Offenen Widerspruch″ an das Kultusministerium unterzieht das ueTheater die sogenannte „Kulturförderung″ des Studentenwerks Ndb/Opf nun einer grundsätzlichen Kritik.

Es wird aufgezeigt, dass in Regensburg die Kultureinrichtungen durch das Studentenwerk in den letzten Jahren massiv abgebaut wurden. Die Verwaltung und Organisation, insbesondere die schlecht durchdachte Gebührenordnung des Studentenwerks, behindere eher studentisches Kulturengagement, als dass es sie fördere.

Insbesondere die Behandlung des ueTheaters durch die „Kulturförderung″ zeige, dass die „Kulturförderung″ nicht einmal davor zurückschrecke, die weitere Kulturausübung einer der innovativsten und produktivsten Gruppen an der Uni Regensburg komplett zu unterbinden.

Die wahren Kulturförderer dagegen seien die vielen ehrenamtlich tätigen Kulturschaffenden, die letztendlich mit ihrer kostenlosen Arbeit die Arbeitsplätze der „Kulturförderung″ sicherten. Gerade deshalb sei es nicht gerechtfertigt, wenn sich das Studentenwerk als großer Kulturförderer aufspiele.

Forderungen

Um endlich einen anderen, neuen und freien Geist im Kulturbereich an der Uni einzuführen, fordert das ueTheater vom Kultusministerium, für die Kulturabteilung des Studentenwerks Ndb/Opf eine Mediation einzurichten. Andernfalls sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Situation in offenes Mobbing umkippe, und das alles nur, um das Gedenken an eine Person zu unterbinden, deren Schicksal uns wie kaum ein anderes zeigt, wohin Rechtspopulismus und antidemokratisches Regierungshandeln führen kann.

PS

Zur Erinnerung: Die Forderung, den Theatersaal nach Elly Maldaque zu benennen, wurde von zahlreichen Regensburger Persönlichkeiten per Erstunterzeichnung unterstützt. Von Vertreter_innen aller Parteien im damaligen Stadtrat (außer der CSU), bekannten Künstler_innen, Mitgliedern der Universität wie auch vom Studentischen SprecherInnenrat, Stiftungen, dem damaligen Leiter der Gewerkschaft DGB Regensburg sowie von Vertretern der verschiedenen Kirchen. Siehe: http://www.uetheater.de/elly/ellyhtml/Erstunterzeichner.html

Wenn das Studentenwerk also die Diskussion über den Namen verweigert, stellt sie sich nicht nur gegen das ueTheater, sondern gegen den Wunsch einer breiten Regensburger Öffentlichkeit.

Kurt Raster / ueTheater


(Offener Widerspruch an das Kultusministerium als pdf)
(Vorausgehende Antwort des Kultusministeriums als pdf)
(Offene Beschwerde an das Studentenwerk als pdf)