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Pflege Plakat

Premiere

Sauereien in Regensburg: Pflege


22. Oktober 2015
Evangelisches Bildungswerk e.V.



Besetzung

Verfasser/innen, Regie, Bühne … Anja Wiesner, Julie Fischer, Anna Wimmer, Vera Gralla, Linda Muñoz, Markus Englbrecht, Kurt Raster

Presseinfo

Sauereien in Regensburg

Infotheater zum Thema „Pflege“

Unsere Alten mussten in den letzten Jahren wie kaum eine andere Bevölkerungsgruppe finanzielle Einbußen hinnehmen. Angefangen bei den Rentenkürzungen durch den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor bis hin zur Rente mit 67. Die Altersarmut steigt entsprechend rasant.

Was auch steigt ist die Anzahl pflegebedürftiger alter Menschen. Die Pflege ist überwiegend privatwirtschaftlich organisiert. Die Kommunen ziehen sich mehr und mehr zurück. Trauriges Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist die Schließung des städtischen Regensburger Pflegeheims St. Michael. Einhundert kommunale Pflegeplätze wurden gestrichen und damit auch über 60 kommunale Arbeitsplätze.

Und das, obwohl die jetzige Stadtspitze im Wahlkampf vollmundig versprochen hatte: „Wir setzen uns ein für den Erhalt und den Ausbau von Pflegeeinrichtungen und Hilfen in städtischer Hand.“ (SPD Wahlprogramm 2014)

Private wollen Profit machen. Ihr Rezept: Gewinnmaximierung durch Kostenreduktion, mit fatalen Folgen für die pflegebedürftigen Senior_innen.

Das ueTheater ist der Betreuung unserer älteren Mitbürger_innen speziell in Pflegeheimen nachgegangen und stellt den Status Quo auf der Bühne dar.

„Sauereien in Regensburg: Pflege“ ist wieder ein Forumtheater, d.h. die Zuschauer_innen haben die Möglichkeit, in das Geschehen einzugreifen. Doch diesmal möchte das ueTheater einen Schritt weiter gehen, vom Forumtheater zum sogenannten „Legislativen Theater“. Gemeinsam soll überlegt werden, wie wir im Alter leben möchten und wie dies konkret umzusetzen ist.


Kompletter Mitschnitt

Hinweis: Wer den Mittschnitt auf YouTube kuckt, kann mittels der Zeitmarken in den Anmerkungen zu den einzelnen Szenen und Infoblöcken springen.





Infoblöcke





Szenenbilder

  • Pflege01
  • Pflege02
  • Pflege03
  • Pflege04
  • Pflege05
  • Pflege06
  • Pflege07
  • Pflege08
  • Pflege09
  • Pflege10
  • Pflege11
  • Pflege12
  • Pflege13
  • Pflege14
  • Pflege15
  • Pflege16
  • Pflege17
  • Pflege18
  • Pflege19
  • Pflege20


Legislatives Theater

Forderungen des Publikums in der anschließenden Diskussion

  • Pflege soll den individuellen Bedürfnissen der alten Menschen angepasst sein, alte Menschen sollen individuellen Interessen nachgehen können
  • Mitbestimmung darüber, mit wem man zusammenleben möchte
  • Mitbestimmung bei der Medikamentierung
  • Bauen für mehrere Generationen: Jung und Alt sollten gemäß ihren Bedürfnissen miteinander wohnen können, ohne sich gegenseitig einzuschränken
  • Entlastung der Pfleger/innen, mehr Pflegekräfte sind notwendig! Die Löhne müssen deutlich erhöht werden
  • Förderung der Selbst- und Mitbestimmung
  • Bessere finanzielle Unterstützung von Familien, die ihre Angehörigen selbst pflegen möchten
  • Bessere Bezahlung für gesetzliche Betreuer, weniger zu Betreuende
  • Gesellschaftliche Teilhabe: Gesellschaftliches Umdenken: Bewusstsein schaffen für gemeinschaftliches Leben und Zusammenarbeit, einander helfen, Sensibilisierung der Gesellschaft durch aktive Auseinandersetzung mit Alten bzw. „nicht mehr leistenden“ Menschen; „Alt sein“ als Normalität bzw. Bereicherung ansehen
  • Aufbrechen der Isolation
  • Zentral gelegene Heime, nicht am Stadtrand: fördert Unabhängigkeit der Alten
  • Ehrenamt abschaffen
  • Bessere Entlohnung für Pfleger
  • Fallpauschalen und Minutenpflege abschaffen
  • WGs, überschaubare Wohngruppen, keine Wohngruppe über 10 Personen
  • Bildungsinstitutionen nutzen, um über Altenpflege zu informieren
  • Spezialisiertes Personal, intensive Fortbildungen für das Personal
  • Kapitalumverteilung (Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze)
  • Gesellschaftliches Umdenken! Gemeinschaft statt Ellbogengesellschaft
  • Mehr Geld für den Pflegesektor!
  • Entprivatisierung von Pflegeheimen: Rekommunalisierung
  • Förderung des Kontakts zwischen Jung und Alt: z.B. Patenschaften für Alte, Schulausflüge, etc.
  • Entprivatisierung von Pflegeheimen, Verbot von Ehrenamt und Privatisierung
  • Solidaritätszuschlag für Alte
  • Aktive Einbeziehung von Alten in alltagsnahe Situationen: z.B. Seniorenrabatte in Bars/Cafés
  • Internetanschlüsse in Altersheimen
  • Internetplattformen schaffen für Lieferservice
  • Lieferservice für Bedarfsartikel alter Menschen
  • Alte fragen, wie sie leben wollen!
  • Senioren mobilisieren (Wähler, Demonstrationen)
  • Persönliche Auseinandersetzung mit der Thematik: z.B. Altersheim besuchen etc.
  • Leute auf Missstände aufmerksam machen: Infostand in der Stadt; Artikel/Nutzung der Medien um die Menschen zu informieren über aktuelle Situation in der Altenpflege; Live-Performance, z.B. Fixierung auf dem Neupfarrplatz
  • UETHEATER WEITEREMPFEHLEN !!!!!!!
  • Zusammenschluss mit Gleichgesinnten; Organisation in Gewerkschaften
  • Alternativen anbieten, vor allem „finanziell unabhängige“ Projekte, also keine mit Gewinnabsicht
  • An bereits existierenden Ideen und Konzepten orientieren um konkrete Lösungsvorschläge anzubieten
  • Bildung nutzen: schon in der Schule Bewusstsein schaffen, z.B. neue Schulfächer einführen die über Thematik informieren
  • Krankenkassen in die Verantwortung ziehen
  • Pflegekräfte und Bewohner direkt ansprechen und einbeziehen